Expertenlehrgänge der Weiterbildung

Expertenlehrgänge in der Weiterbildung

Mit einem Abschluss als „Akademischer Experte“ weisen Sie Ihre Fachkompetenz für einen bestimmten Unternehmensbereich (Management, Marketing, Organisation, Finanzen) nach. Der erfolgreiche Absolvent eines Expertenlehrganges führt eine akademische Bezeichnung und  sichert sich langfristig Wettbewerbsvorteile am Arbeitsmarkt.

Wer kann Expertenlehrgänge anbieten?

Alle hier geführten Experten-Studiengänge werden von namhaften Universitäten oder Fachhochschulen angeboten und können sowohl im Blended-Learning-Modus (Teilpräsenz + e-Learning oder als Fernstudium (100% e-Learning) absolviert werden. Die akademischen Expertenlehrgänge  vermitteln berufsbegleitend vertiefte und praxisorientierte Kenntnisse zum jeweiligen Fachbereich.

Was ist das Besondere an diesem Abschluss?

Die Bezeichnung „Akademischer Experte“  in der Weiterbildung  ist ein quasi-geschützter Begriff, denn ausschließlich postsekundäre Bildungseinrichtungen - also Universitäten oder Fachhochschulen - können diese Bezeichnung vergeben.

Dazu ist ein positiver Abschluss eines Universitätslehrgangs (oder Fachhochschul-Lehrganges) mit einer Mindest-Studienleistung von 60 ECTS eine Voraussetzung. Grundlage für die Verleihung einer akademischen Bezeichnung bildet das Universitätsgesetz (hier:  §  58 Abs. 2 Universitätsgesetz  2002) bzw. das Fachhochschul-Studiengesetz (hier: § 9 Abs. 2 Fachhochschul-Studiengesetz).

Führbarkeit der akademischen Bezeichnung in der Öffentlichkeit

Die akademische Bezeichnung  „Akademische ...“ bzw. „Akademischer ...“ wird mit einem die Inhalte des jeweiligen Lehrganges zur Weiterbildung charakterisierenden Zusatz versehen („Akademischer Marketing Manager“, „Akademischer Business Manager“, „Akademischer Finanzdienstleister“ „Akademischer Betriebsorganisator“ oder ähnliches) und zeigt dabei die Kompetenzen, welche der Studierende im Rahmen des Universitätslehrganges bzw. Fachhochschul-Lehrganges erworben hat.

Eine Eintragung in öffentliche Urkunden (wie in Österreich bei akademischen Graden möglich) kann von Rechts wegen nicht erfolgen; die Bezeichnung ist aber „führbar“  – bedeutet also, dass die Bezeichnung „Akademische……. “ bzw. „Akademischer………“  dem Namen – etwa auf Visitenkarten, Briefpapier, Türschild – als Zusatzinformation beigefügt werden kann.

Berufsrechtliche Möglichkeiten nach Abschluss eines Expertenlehrgangs

Berufsrechtlich bzw. gewerberechtlich können Expertengrade in der Weiterbildung in einigen Fällen fachliche Voraussetzung für die Zulassung zu bestimmten gewerblichen Tätigkeiten sein und führen zu einer speziellen beruflichen Qualifikation auf akademischer Basis für den privaten Arbeitsmarkt.

Mit dem Abschlusszeugnis aus einem Expertenlehrgang der Weiterbildung (wenn der Schwerpunkt des Studiums auf betriebswirtschaftliche und/oder wirtschaftsrechtliche Lehrveranstaltungen gelegt worden ist) kann - in Verbindung mit Praxis aus einer facheinschlägigen Tätigkeit - gemäß § 19 GewO die Gewerbeberechtigung für das reglementierte  Gewerbe der Unternehmensberatung einschließlich der Unternehmensorganisation erteilt werden. Die endgültige Entscheidung trifft die Gewerbebehörde (Magistrat, Bezirkshauptmannschaft).

Weiters kann das Abschlusszeugnis eines facheinschlägigen Universitätslehrganges (Experten-Lehrganges) gemäß 114. Verordnung, BGBl. II, ausgegeben am 05. 03. 2004/§ 8 (4) Punkt 11 die Unternehmerprüfung ersetzen.