Masterlehrgänge der Weiterbildung

Master in der Weiterbildung

Mit einem Master-Abschluss der akademischen Weiterbildung erlangen Sie eine anerkannte akademische Graduierung (Master of Business Administration MBA). Die Form der Wissensvermittlung kann entweder im Blended-Learning-Modus (Teilpräsenz + e-Learning) oder zur Gänze als Fernstudium (100% e-Learning) organisiert sein …..lesen sie mehr dazu

Wer kann Masterlehrgänge der Weiterbildung anbieten?

Universitäten und Fachhochschulen können - zusätzlich zu den Grundstudien (Bachelor- und Masterstudien) - auch Masterlehrgänge der Weiterbildung anbieten. Diese Universitäts-lehrgänge (oder Fachhochschullehrgänge) der Weiterbildung sind von der Methode der Wissensvermittlung und der angebotenen Studieninhalte sehr praxisorientiert aufgebaut – die Zielgruppe der Studenten sind berufstätige Personen (Durchschnittsalter rund 35 Jahre), welche eine akademische Weiterbildung mit einem Mastergrad als Abschluss absolvieren wollen.

Mastergrade in der Weiterbildung (Master of Business Administration/MBA oder Master of Science/MSc) werden nach Abschluss von Universitätslehrgängen (§  58  des  Universitäts-gesetzes  2002) bzw. Fachhochschul-Lehrgängen zur Weiterbildung (§ 9 Abs. 2 des Fachhochschul-Studiengesetzes ) verliehen.

Einfacherer Zugang zum Master-Abschluss

Die Zulassungsvoraussetzungen zur Teilnahme an einem Masterlehrgang der Weiterbildung sind – zum Unterschied zu den „ordentlichen Studien“ (Bachelor und Masterlehrgängen)  – gesetzlich nicht festgelegt, sondern sind im Curriculum des jeweiligen Lehrgangs geregelt – und somit im selbständigen Verantwortungsbereich der Universität oder Hochschule.

Conclusio: während also zum Einstieg in ein konsekutives Masterstudium obligatorisch der Abschluss eines Bachelorstudiums verlangt wird , ist der Zugang zu einem Masterlehrgang der Weiterbildung  häufig auch ohne absolviertes Erst-Studium, ja sogar ohne Universitätsreife (Matura) möglich - wenn eben die mehrjährige facheinschlägige Berufserfahrung einem Erst-Studium gleichgehalten wird.

Alle hier gelistete Masterlehrgänge der Weiterbildung bieten als Zulassungsvoraussetzungen - alternativ zum Abschluss eines Erststudiums – auch die Möglichkeit,  bei Nachweis einer mehrjährigen, facheinschlägigen Berufserfahrung direkt in einen Masterlehrgang einzusteigen und öffnen damit einer berufstätigen Zielgruppe die Möglichkeit, einen Master-Abschluss im Rahmen einer akademischen Weiterbildung an der Universität zu erlangen.

Masterabschluss und Berufsrecht

Gemäß § 88 des Universitätsgesetzes 2002 sind InhaberInnen eines Mastergrades der Weiterbildung berechtigt, diesen in vollem Wortlaut oder abgekürzt (zb. „MBA“, „MSc“) ihrem Namen nachzustellen. In Österreich ist auch das Recht auf Eintragung in Urkunden in abgekürzter Form damit verbunden.

Berufsrechtlich bzw. gewerberechtlich können Mastergrade in der Weiterbildung in einigen Fällen fachliche Voraussetzung für die Zulassung zu bestimmten gewerblichen Tätigkeiten sein und führen zu einer speziellen beruflichen Qualifikation auf akademischer Basis für den privaten Arbeitsmarkt.

Mit dem Abschlusszeugnis aus einem Masterlehrgang der Weiterbildung (wenn der Schwerpunkt des Studiums auf betriebswirtschaftliche und/oder wirtschaftsrechtliche Lehrveranstaltungen gelegt worden ist) kann - in Verbindung mit einer einjährigen, facheinschlägigen Tätigkeit - gemäß § 19 GewO die Gewerbeberechtigung für das reglementierte  Gewerbe der Unternehmensberatung einschließlich der Unternehmensorganisation erteilt werden. Die endgültige Entscheidung trifft die Gewerbebehörde (Magistrat, Bezirkshauptmannschaft).

Weiters kann das Abschlusszeugnis eines facheinschlägigen Universitätslehrganges (MBA-Lehrganges) gemäß 114. Verordnung, BGBl. II, ausgegeben am 05. 03. 2004/§ 8 (4) Punkt 11 die Unternehmerprüfung ersetzen.